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Darts Wetten auf Frauenturniere: WDF, Beau Greaves und der wachsende Markt

Updated Juli 2026
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Frauen-Darts und Wetten: Ein Markt am Anfang seines Wachstums

Während die PDC-Wettmärkte bei jedem Major mit dutzenden Märkten pro Match aufwarten, ist das Wettangebot für Frauen-Darts noch überschaubar. Nicht weil das Interesse fehlt, sondern weil die Infrastruktur — Medienrechte, Datenfeeds und Turnierdichte — noch aufgebaut wird. Für analytische und spezialisierte Wetter ist genau das der interessante Punkt: Märkte in der Aufbauphase bieten Ineffizienzen, die in etablierten Märkten längst verschwunden sind.

Der globale Online-Glücksspielmarkt wurde 2024 auf 78,66 Milliarden Dollar beziffert, und Darts ist eines der am schnellsten wachsenden Segmente innerhalb dieses Marktes. Das Wachstum der Frauen-Darts-Wettmärkte steht noch ganz am Anfang, aber die Grundlagen sind gelegt: Eine wachsende Turnierlandschaft, mediale Aufmerksamkeit durch Crossover-Events und eine neue Generation von Spielerinnen, die leistungsmäßig an die Männer heranrückt.

Ich beobachte den Frauen-Darts-Wettmarkt seit drei Jahren systematisch und habe festgestellt, dass die Quoten hier deutlich weniger effizient sind als bei PDC-Events. Die Anbieter haben weniger historische Daten, die Trader weniger Erfahrung mit den Spielerinnen-Profilen, und die breitere Öffentlichkeit kennt die Spielerinnen jenseits der großen Namen weniger gut. Das sind die klassischen Voraussetzungen für Value-Wetten, die sich für spezialisierte Wetter mit Bereitschaft zur eigenständigen und gründlichen Recherche auszahlen können.

Ein konkretes Beispiel aus meiner Erfahrung: Bei der letzten WDF Women’s World Championship lag die Markt-Quote für eine Spielerin in der zweiten Runde bei 2,40, während meine Analyse auf Basis ihrer letzten zehn Turniere eine faire Quote von etwa 1,90 ergab. Diese Diskrepanz von über 25 Prozent wäre bei einem PDC-Major undenkbar, ist aber bei Frauen-Darts keine Seltenheit. Der Markt ist jung, und wer jetzt die Grundlagenarbeit leistet, baut sich einen Wissensvorsprung auf, der mit zunehmender Professionalisierung des Marktes noch wertvoller wird.

Welche Frauen-Darts-Turniere Wettmärkte bieten

Die wichtigsten Frauen-Darts-Turniere mit Wettangebot sind die WDF Women’s World Championship, die WDF Women’s World Masters und die verschiedenen WDF-Rankingturniere. Die WDF ist der internationale Dachverband für Damen-Darts und organisiert den Großteil der professionellen Frauenturniere. Das Wettangebot bei diesen Events beschränkt sich typischerweise auf Siegwetten und einfache Handicap-Märkte, während Spezialmärkte wie 180er-Over/Under nur selten verfügbar sind.

Die PDC hat in den letzten Jahren ihre eigene Women’s Series etabliert — eine wachsende Reihe von Eintages-Turnieren, die qualifizierten Spielerinnen den direkten Zugang zu PDC-Hauptturnieren ermöglichen und die Brücke zwischen WDF und PDC schlagen. Das Wettangebot bei der Women’s Series ist allerdings noch begrenzt, und nicht alle Anbieter listen diese Events. Bei den großen PDC-Events, an denen Frauen im offenen Feld teilnehmen, sind die Wetten auf die jeweiligen Matches aber verfügbar — allerdings ohne spezifische Frauen-Märkte.

Mein Tipp: Konzentriere dich auf die WDF Women’s World Championship als Hauptevent. Hier ist das Wettangebot am breitesten, die Datenlage am besten und die Aufmerksamkeit der Anbieter am größten. Die kleineren WDF-Events bieten zwar teilweise Wettmärkte, aber die Quoten sind oft weniger sorgfältig kalibriert und die Liquidität häufig gering, was zu größeren und unberechenbaren Spread-Schwankungen führen kann.

Beau Greaves, Fallon Sherrock und Co.: Quotenprofile der Top-Spielerinnen

Beau Greaves ist die dominierende Kraft im Frauen-Darts und wird bei den meisten Turnieren als klare Favoritin gepreist. Ihre Quoten bei WDF-Events liegen typischerweise bei 1,30 bis 1,50 auf den Turniersieg — kurz genug, um ihre klare und souveräne Dominanz widerzuspiegeln, aber lang genug, um bei konsistenter Performance profitabel zu sein. Greaves‘ Average liegt regelmäßig und überzeugend auf einem Niveau, das auch in der PDC wettbewerbsfähig wäre, was ihre Favoritenstellung rechtfertigt.

Fallon Sherrock hat als erste Frau ein Match bei der PDC-WM gewonnen und damit die mediale Aufmerksamkeit für Frauen-Darts massiv gesteigert. Entain berichtet, dass die Gesamtzahl der Darts-Wetten seit 2018 um 37 Prozent gestiegen ist, und Sherrock hat zu diesem Wachstum beigetragen, indem sie eine völlig neue und jüngere Zielgruppe für den Sport erschlossen hat. Für Wetter ist Sherrock allerdings ein komplexeres Profil als Greaves: Ihre Performance schwankt stärker, ihre Quoten sind oft von ihrer Popularität beeinflusst und nicht immer fair bewertet.

Neben Greaves und Sherrock gibt es eine wachsende Gruppe von Spielerinnen wie Lisa Ashton und Deta Hedman, die regelmäßig in den späteren Turnierphasen auftauchen. Das Quotenprofil dieser Spielerinnen ist für spezialisierte Wetter besonders interessant, weil der Markt sie weniger gut kennt und ihre Quoten häufiger über dem fairen Wert liegen als die der Top-Favoritinnen.

PDC und Mixed-Events: Frauen im offenen Feld

Die PDC ermöglicht es qualifizierten Spielerinnen, an den offenen Turnieren teilzunehmen und sich mit den besten männlichen Spielern zu messen — die PDC-Tour hat keine geschlechtergetrennten Startbedingungen. In der Praxis qualifizieren sich aber nur wenige Frauen für die PDC-Hauptevents, weil das Leistungsniveau der Top-128 extrem hoch ist. Wenn eine Spielerin im offenen Feld antritt, bietet das spezifische Wettgelegenheiten: Die Quoten sind oft zu lang, weil der Markt die Leistung der Spielerinnen im PDC-Kontext unterschätzt, oder zu kurz, weil der Hype-Faktor die Quoten nach unten drückt.

Mixed-Events wie der Grand Slam of Darts, bei dem PDC- und WDF-Spielerinnen teilnehmen können, sind die interessantesten Wettgelegenheiten im Crossover-Bereich. Hier treffen Spielerinnen auf PDC-Spieler in einem Format, das beiden Seiten liegt, und die Quotenkalkulationen der Anbieter sind oft ungenau, weil die Head-to-Head-Datenbasis zwischen Frauen und Männern extrem dünn ist.

Wer die Formkurven der Spielerinnen unabhängig von den WDF-Ergebnissen verfolgt und ihre PDC-tauglichen Leistungen identifiziert, kann hier systematisch Value finden. Besonders aufschlussreich sind die Averages der Spielerinnen bei WDF-Turnieren im Vergleich zu den Averages der PDC-Spieler in vergleichbaren Turnierphasen. Wenn eine Spielerin bei der WDF-WM konstant Averages über 90 wirft und auf einen PDC-Spieler trifft, der bei Eintages-Events oft unter 95 liegt, ist das ein Hinweis auf eine engere Paarung, als die Quoten typischerweise suggerieren. Die Zukunft des Frauen-Darts-Wettmarktes ist vielversprechend, und wer jetzt die Strukturen und Spielerinnen versteht, wird profitieren, wenn der Markt in den kommenden Jahren weiter wächst und die Anbieter ihr Angebot ausbauen. Für einen umfassenden Überblick über die Wachstumsdynamik des Darts-Wettmarktes empfehle ich meinen Artikel zum Wettmarkt-Wachstum.

Bieten alle Wettanbieter Märkte für WDF-Frauenturniere an?
Nein, nicht alle GGL-lizenzierten Anbieter listen WDF-Frauenturniere. Die größeren internationalen Anbieter bieten in der Regel Wettmärkte für die WDF Women's World Championship und die größten WDF-Events an, aber kleinere Anbieter oder solche mit geringerem Darts-Fokus können diese Events auslassen. Bei den großen PDC-Events, an denen Frauen im offenen Feld teilnehmen, sind die Märkte aber bei allen Anbietern verfügbar.
Wie unterscheiden sich Quoten bei Frauen-Darts von PDC-Turnieren?
Die Quoten bei Frauen-Darts-Turnieren sind typischerweise weniger effizient als bei PDC-Events, weil die Anbieter weniger Daten und Erfahrung mit dem Frauen-Markt haben. Die Auszahlungsquoten sind oft etwas niedriger als bei PDC-Hauptevents, aber die Quotengenauigkeit ist geringer, was für analytische Wetter Value-Gelegenheiten schafft.

Material erstellt vom Team PFEILWURF