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Darts Wetten Glossar: Alle Begriffe von Average bis Zweier-Checkout

Updated Juli 2026
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Warum ein Glossar für Darts-Wetten unverzichtbar ist

Darts hat seine eigene Sprache — eine Mischung aus britischem Pub-Vokabular, mathematischen Begriffen und Wett-Jargon. Wer auf Darts wetten will, muss diese Sprache verstehen, weil sie direkt in die Wettmärkte einfließt. Ein Handicap von -2,5 Legs bedeutet nichts, wenn du nicht weißt, was ein Leg ist. Eine Over/Under-Linie bei 8,5 auf 180er ergibt keinen Sinn ohne das Wissen, was ein Maximum ist. Das Teilnehmerfeld der PDC-WM wurde ab 2026 von 96 auf 128 Spieler erweitert — und selbst das wird für Wetter erst dann relevant, wenn sie verstehen, wie sich Turnierformate auf Quoten auswirken.

Dieses Glossar enthält die wichtigsten Begriffe aus Darts und Sportwetten, alphabetisch sortiert und mit direktem Bezug zur Wettrelevanz. Es ist als Nachschlagewerk konzipiert: Du musst es nicht von vorne bis hinten lesen, sondern kannst gezielt die Begriffe nachschlagen, die dir in Wettmärkten oder Analysen begegnen.

Begriffe A–Z: Von Average bis Zweier-Checkout

Anwurf (Throw) — Der Spieler, der ein Leg beginnt, hat den Anwurf. Er wirft als Erster und hat damit einen statistischen Vorteil, weil er immer einen Dart mehr werfen kann als sein Gegner. Für Wetten relevant: Spieler gewinnen ihre Anwurf-Legs deutlich häufiger als Break-Legs, was Handicap-Linien beeinflusst.

Auszahlungsquote (Payout Rate) — Der Prozentsatz der Wetteinsätze, den ein Anbieter langfristig als Gewinne ausschüttet. Bei Darts-Einzelwetten liegt die Auszahlungsquote typischerweise bei 90 bis 95 Prozent, der Branchendurchschnitt aller Sportarten laut GGL bei 76 Prozent.

Average (Three-Dart-Average) — Die durchschnittliche Punktzahl pro drei geworfene Darts. Bei der WM 2026 wurden insgesamt über 1.127 Maximums geworfen — ein Zeichen dafür, dass die Top-Spieler regelmäßig Averages über 100 erreichen. Der Average ist die meistzitierte Leistungskennzahl und die Basis jeder Quotenberechnung.

Break of Throw — Wenn ein Spieler das Leg gewinnt, in dem sein Gegner den Anwurf hatte. Breaks sind selten und wettrelevant, weil sie den Spielverlauf und damit die Livewetten-Quoten dramatisch verschieben.

Bullseye — Die Mitte des Boards, unterteilt in Single Bull (25 Punkte) und Double Bull (50 Punkte). Das Double Bull ist ein gültiges Checkout-Feld und wird in Checkout-Wetten als höchstmögliches Einzelfeld-Finish berücksichtigt.

Cash-Out — Die Möglichkeit, eine laufende Wette vorzeitig zu einem vom Anbieter berechneten Wert auszuzahlen. Bei Darts besonders relevant wegen der schnellen Spielwechsel zwischen den Legs.

Checkout — Die letzte Aufnahme eines Legs, die auf einem Doppelfeld enden muss. Die Checkout-Quote eines Spielers ist sein Prozentsatz erfolgreich genutzter Checkout-Chancen — ein Schlüsselwert für enge Matches und Handicap-Wetten.

Double Out — Die Regel, dass das letzte Feld eines Legs ein Doppelfeld sein muss. Das 501-Double-Out-Format ist der PDC-Standard und die Basis aller professionellen Darts-Wettmärkte.

Favorit — Der Spieler mit der niedrigeren Quote, also der vom Markt als wahrscheinlicherer Sieger eingeschätzte Teilnehmer. Bei Darts korreliert der Favoritenstatus stark mit dem Ranking und dem Turnier-Average der aktuellen Saison.

Handicap — Eine Wettform, bei der ein Spieler einen virtuellen Vorsprung oder Rückstand erhält. Ein Handicap von -2,5 Legs bedeutet: Der Favorit muss mit mindestens drei Legs Vorsprung gewinnen, damit die Wette aufgeht.

Leg — Eine einzelne Partie von 501 auf null. Jeder Spieler beginnt bei 501 Punkten und muss als Erster exakt auf null kommen, wobei der letzte Dart ein Doppelfeld treffen muss. Legs sind die kleinste wettrelevante Einheit im Darts.

Livewette (In-Play Bet) — Eine Wette, die während eines laufenden Matches platziert wird. Bei Darts ändern sich die Livewetten-Quoten nach jedem Leg, teilweise nach jedem einzelnen Dart in der Checkout-Phase.

Madhouse — Umgangssprachlich für das Doppel-1-Feld, das schwierigste und am wenigsten gewollte Checkout. Wenn ein Spieler auf Madhouse steht, bedeutet das in der Regel, dass er vorher schlecht geschossen hat — für Livewetten ein Signal sinkender Effizienz.

Maximum (180) — Drei Darts in die Triple 20, die höchstmögliche Punktzahl pro Aufnahme. 180er-Wetten sind ein beliebter Spezialmarkt mit Over/Under-Linien für die Gesamtzahl der Maximums in einem Match.

Neun-Darter (Nine-Dart Finish) — Das perfekte Leg: 501 Punkte in nur neun Darts. Extrem selten und als Prop-Bet bei großen Turnieren verfügbar.

Oche — Die Abwurflinie, hinter der der Spieler stehen muss. Der Abstand zum Board beträgt 2,37 Meter. Kein direkter Einfluss auf Wettmärkte, aber Teil des Darts-Grundvokabulars.

Outright (Langzeitwette) — Eine Wette auf den Gesamtsieger eines Turniers, platziert vor oder während des Turniers. Outright-Quoten bei Darts sind volatiler als in Teamsportarten, weil Einzelspieler anfälliger für Tagesform-Schwankungen sind.

Over/Under — Eine Wette darauf, ob ein bestimmter Wert über oder unter einer vom Anbieter gesetzten Linie liegt. Bei Darts typischerweise auf Total Legs, Total 180er oder Total Sets.

Quotenschluessel — Der Prozentsatz der Gesamtwahrscheinlichkeit, den die Quoten eines Marktes implizieren. Ein Quotenschlüssel von 105 Prozent bedeutet eine Anbietermarge von 5 Prozent. Je niedriger der Quotenschlüssel, desto besser für den Wetter.

Set — Eine Einheit aus mehreren Legs, typischerweise Best-of-5. Sets werden nur bei der PDC-WM als Matchformat verwendet. Ein Set wird gewonnen, wer zuerst drei Legs gewinnt.

Ton-80 — Synonym für 180, ein Maximum. Abgeleitet vom englischen „ton“ für hundert, plus 80.

Treble (Triple) — Das dreifache Segment eines Zahlenfeldes auf dem Dartboard. Triple 20 ergibt 60 Punkte und ist das Standardziel beim Scoring. Die Triple-Trefferquote eines Spielers korreliert stark mit seinem Average und ist ein Indikator für Scoring-Effizienz.

Underdog — Der Spieler mit der höheren Quote, also der vom Markt als unwahrscheinlicherer Sieger eingeschätzte Teilnehmer. Bei Darts sind Underdog-Siege häufiger als in vielen Teamsportarten, weil Einzelspieler anfälliger für Formschwankungen sind und ein schwacher Tag keinen Kader hat, der ihn kompensiert.

Value Bet — Eine Wette, bei der die angebotene Quote höher ist als die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit rechtfertigt. Value-Suche ist das Kernprinzip profitablen Wettens und erfordert bei Darts eine gründliche Analyse von Averages, Formkurven und Head-to-Head-Statistiken.

Wettsteuer — In Deutschland beträgt die Wettsteuer 5,3 Prozent auf den Einsatz oder den Gewinn, je nach Modell des Anbieters. Sie wird vom Anbieter an den Staat abgeführt und entweder dem Kunden berechnet oder vom Anbieter selbst getragen. Die Wettsteuer reduziert die effektive Rendite jeder Darts-Wette und muss in jede Value-Kalkulation einbezogen werden.

Zweier-Checkout — Ein Checkout auf dem Doppel-1-Feld, dem niedrigstmöglichen Checkout-Wert (2 Punkte). In Checkout-Wetten relevant als unterer Grenzwert.

Dieses Glossar deckt die wichtigsten Begriffe ab, aber Darts entwickelt sich weiter — neue Formate, neue Wettmärkte und neue Kennzahlen kommen regelmäßig hinzu. Ich aktualisiere diese Übersicht laufend und empfehle, sie als Lesezeichen zu speichern. Für einen umfassenden Einstieg in die Darts-Welt empfehle ich meinen Anfänger-Guide, der viele dieser Begriffe im praktischen Kontext erklärt.

Was bedeutet Madhouse bei Darts-Wetten?
Madhouse ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das Doppel-1-Feld auf dem Dartboard. Wenn ein Spieler auf Doppel 1 steht, bedeutet das in der Regel, dass er zuvor schlecht geschossen hat und sich in eine ungünstige Checkout-Position manövriert hat. Für Livewetten ist das ein Signal sinkender Effizienz, das die Quoten des Gegners verbessern kann.
Was ist der Unterschied zwischen Average und Checkout-Quote?
Der Three-Dart-Average misst die durchschnittliche Punktzahl pro drei Darts und zeigt die Scoring-Stärke eines Spielers. Die Checkout-Quote misst den Prozentsatz der erfolgreich genutzten Doppel-Chancen und zeigt die Finishing-Effizienz. Beide Werte sind wettrelevant, aber in unterschiedlichen Kontexten: Der Average beeinflusst primär Siegwetten und 180er-Märkte, die Checkout-Quote ist entscheidend für Handicap-Wetten und enge Matches.

Material erstellt vom Team PFEILWURF